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Was wir untendrunter tragen

Wäscheleine mit Feinripp-Unterhose und String

Was wir untendrunter tragen

Unterwäsche ist etwas sehr Persönliches und sie begleitet uns überall. Umso mehr macht es Sinn, mal einen genaueren Blick "untendrunter" zu werfen. Andi Ueding über Dessous und Lingerie, deren Herstellung, die Freude am Material und am Tragen.

Sigmund Lindauer befreit 1912 die Frauen in Deutschland vom Korsett: Er stellt den ersten BH her. Auch heute noch ist der BH eine Wissenschaft für sich. Viele Frauen tragen falsche Größen, Büstenhalter mit zu viel oder zu wenig Unterbrustweite oder unpassenden Cups. Und noch lange nicht jede Brust passt in Ware von der Stange. Denn die weiblichste aller Rundungen ist genauso individuell wie jedes andere Teil unseres Körpers auch.

Auch die weibliche Unterhose ist ein Symbol der Emanzipation, schließlich darf Frau nicht "die Hose anhaben". Die ersten im Schritt noch offenen weiblichen Beinkleider werden Anfang des 19. Jahrhunderts "Die Unaussprechlichen" genannt. Sie gelten als unanständig, Kurtisanen tragen sie und Mätressen. In den 1920er Jahren sind die weiblichen Unterhosen noch immer knielang und weit, aber inzwischen in der Mitte zugenäht. Der "Slip" entsteht in den 1960ern.

Und die Männer? Feinripp mit Eingriff? Diese Zeiten sind längst vorbei. Denn auch der moderne Mann weiß sich untendrunter gut anzuziehen.

Autorin: Andi Ueding

Redaktion: Lioba Werrelmann

Was wir untendrunter tragen

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 17.12.2020 19:27 Min. Verfügbar bis 16.12.2021 WDR 5 Von Andi Ueding


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