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Kletterverbot auf dem Uluru-Berg

Der Berg Uluru in Australien

Kletterverbot auf dem Uluru-Berg

Der Uluru in Australien, einst auch "Ayers Rock" genannt, ist ein Kletterparadies für Touristen - und ein Heiligtum für Indigene. Deswegen darf ab Herbst dort nicht mehr geklettert werden. Wie wird die Zukunft des Uluru aussehen?

Der Berg Uluru in Australien

Felsige Formation des Uluru

Wie Kängurus, das Opernhaus von Sydney oder den Koalabären gibt es wohl kaum ein stärkeres Wahrzeichen für Australien als den Uluru-Berg, von den Kolonialisten einst "Ayers Rock" genannt. Etwa 500.000 Menschen reisen jedes Jahr in die australische Wüste, um den gewaltigen Felsen im Nationalpark zu besichtigen - und zu besteigen.

Ein Hinweisschild bittet Besucher den von den Anangu als heilig angesehen Berg Uluru nicht zu besteigen

Die Bitte, das Kletterverbot zu achten wird oft ignoriert

Das indigene Volk der Anangu betrachtet den Berg als heilig. Die Aborigines haben als nomadisches Volk keine festen Gebäude der Anbetung errichtet wie Christen ihre Kathedralen. Für sie sind Teile der Landschaft selbst heilig. Darum sei es so wichtig, dass der Fels unberührt bleibt, dass die Menschen ihn nicht erklettern, so die Vetreter der Volksgruppe. Seit etwa 20 Jahren bitten die Anangu Besucher etwa mit Schildern, nicht auf den Uluru zu klettern. Viele Touristen setzen sich bisher darüber hinweg.

Doch damit ist ab Herbst dieses Jahres Schluss. Ab dem 26. Oktober, dem Jahrestag der Rückgabe des Nationalparks an die Anangu, greift ein gesetzlich verpflichtendes Kletterverbot, und der Zugang zum Berg wird gesperrt. Neugier genügt mit einer Reportage über einen Konflikt zwischen Tradition und Tourismus.

Autorin: Lena Bodewein
Redaktion: Heiko Hillebrand

Kletterverbot auf dem Uluru-Berg

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 15.03.2019 | 18:47 Min. | Von Lena Bodewein

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