Durch Türe gehen, Gedanke weg

Eine weiße Tür steht offen in einem fantasievollen Raum.

Durch Türe gehen, Gedanke weg

Man steht vom Schreibtisch auf, um in der Küche Tee zu kochen. In der Küche angekommen, fällt einem nicht mehr ein, warum man in die Küche gegangen ist. Kennen Sie das? Hirnforscher nennen das den "Türrahmen-Effekt".

Wenn man sich mit der Art und Weise beschäftigt, wie das Gedächtnis Erinnerungen speichert, begegnet man schnell Sorgen und Ängsten. Vergesslich zu sein empfinden viele Menschen als Problem, vielleicht sogar als erstes Anzeichen für Demenz. Es wundert also nicht, wenn es uns beunruhigt oder sogar ängstigt, wenn unser Gedächtnis manchmal nicht so funktioniert, wie wir es gewohnt sind und erwarten. Wenn uns im Alltag ein kleiner Blackout überfällt, wir uns etwas vornehmen, das wir plötzlich wieder vergessen, dann kann das ängstigen.

Sollte es aber nicht, geben die Hirnforscher Entwarnung: Der so genannte "Türrahmen-Effekt" dient wahrscheinlich der Entlastung des Gehirns und hilft, unsere Aufmerksamkeit nach vorne zu richten und Vergangenes hinter sich zu lassen.

Autorin: Andi Ueding

Redaktion: Jessica Eisermann

Durch Türe gehen, Gedanke weg

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 05.08.2020 15:48 Min. Verfügbar bis 04.08.2021 WDR 5 Von Andi Ueding

Download