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Traumatherapie für Opfer des IS

Eine Therapeutin sitzt in einem Raum mit einer Klientin

Traumatherapie für Opfer des IS

Hunderttausende Kinder, Frauen und Männer im Nahen Osten sind durch Krieg und Flucht schwer traumatisiert. Ein deutsch-kurdischer Psychotraumatologe will Psychotherapie als Hilfe für die Opfer vor Ort etablieren.

Sechs Jahre ist nun her, dass die Terroristen des selbsternannten Islamischen Staats in die jesidischen Dörfer im Nordirak einfielen. Während die Männer noch in ihren Dörfern ermordet wurden, nahmen die Terroristen Frauen und Kinder in Gefangenschaft. Die Jungen werden durch unvorstellbare Brutalität gebrochen, Frauen und Mädchen werden systematisch vergewaltigt.

Mit dem Verlust der letzten IS-Hochburgen konnten viele Frauen und Kinder befreit werden. In der friedlichen autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak haben sie ein Dach über dem Kopf gefunden. Aber sie bräuchten dringend psychotherapeutische und traumatherapeuthische Hilfe. Diese Behandlung ist aber im Irak so gut wie unbekannt.

Prof. Jan Kizilhan will das ändern. Der Experte für transkulturelle Psychotherapie bildet an der Universität Dohuk im Nordirak nach deutschem Vorbild junge Menschen aus der Region zu Psychotherapeut*innen aus. Katharina Adick und Dirk Gilson haben ihn und die jungen Studierenden bei ihrer Arbeit begleitet.

Autoren: Katharina Adick und Dirk Gilson

Redaktion: Gundi Große

Traumatherapie für Opfer des IS

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 31.07.2020 20:06 Min. Verfügbar bis 30.07.2021 WDR 5 Von Dirk und Adick, Katharina Gilson

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