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Die Mietrebellen aus der Mirker Straße

Ein Plakat mit der Aufschrift  "steigende Mieten stoppen"

Die Mietrebellen aus der Mirker Straße

Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit. Immer häufiger wehren sich Mieterinnen und Mieter gegen undurchsichtige Betriebskostenabrechnungen und Mieterhöhungen. Auch in Wuppertal solidarisieren sie sich und gehen auf die Barrikaden.

So wie die Bewohner der Mirker Straße 61 in Wuppertal. Sechs verschiedene Immobiliengesellschaften waren in den letzten elf Jahren Eigentümer des Mietshauses. In dieser Zeit haben die Bewohner von ausbleibenden Reparaturen über Räumungsklagen bis hin zur Mieterhöhung so ziemlich alles erlebt. Und dann ist da noch der Garten, der in der Nebenkostenabrechnung immer wieder auftaucht, obwohl es ihn gar nicht gibt.

Aber die Hausgemeinschaft wehrt sich, kämpft seit Jahren zusammen und ruft andere Mieter auf, es ihnen gleich zu tun. Denn, wenn viele Mieter ungerechtfertigten Mieterhöhungen oder Betriebskostennachzahlungen aus Angst vor Repressalien oder Klagen einfach zustimmen, hat das auch Auswirkungen auf den örtlichen Mietspiegel, sagt Gerlinde Rothlübbers vom Mieterbund Wuppertal.

Der Wirtschaftswissenschaftler Heinz-Josef Bontrup sieht den Grund für die Wohnraummisere, im Verkauf kommunaler Wohnungen an Großvermieter Anfang der Nuller-Jahre und warnt davor, den gleichen Privatisierungs-Fehler nun noch einmal mit öffentlichem Bauland zu machen.

Autor: Christian Geuenich

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Die Mietrebellen aus der Mirker Straße

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 16.05.2019 19:37 Min. Verfügbar bis 14.05.2020 WDR 5 Von Christian Geuenich

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