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"Die reichen Kinder kriegen alles."

Rückenansicht von vier Mädchen in einer Fußgängerzone; zwei tragen Kopftuch.

"Die reichen Kinder kriegen alles."

Laut Statistik sind in kaum einem anderen westlichen Land die Aufstiegschancen geringer und die Bildungserfolge der Kinder so stark mit dem sozialen Status der Eltern verknüpft wie in Deutschland.

Bella, Enise, Ilayda und Yvonne sind 16 Jahre alt und seit der 5. Klasse befreundet. Die vier Mädchen leben nicht auf der Sonnenseite des Lebens, haben kein Elternhaus, das ihnen viel Unterstützung geben kann. Sie wissen genau, was es bedeutet, Geldsorgen zu haben, am Ende des Monats, wenn jeder Cent zweimal umgedreht werden muss und das Flaschenpfand über die Runden hilft. Obwohl die Wirtschaft wächst, wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer. Zwischen denen, die nicht wissen, wie sie ihr Geld ausgeben sollen und denen, die nicht wissen, ob es bis zum Monatsende reicht.

Verkehrsschilder Armut - Reichtum

Die Freundinnen wohnen auf der rechten Rheinseite in Köln, der Schäl Sick, wo die eher weniger begüterten Kölnerinnen und Kölner zuhause sind, wo die Arbeitslosigkeit groß und der Migrationsanteil hoch sind. Sie fühlen sich aber nicht nur arm und benachteiligt: "Wir haben ja auch das, was wir brauchen, also das Nötigste haben wir, vier Wände, Wasser, Essen … ja, und ein Handy", aber sie plädieren für mehr soziale Gerechtigkeit und hoffen auf ihre Chance im Leben.

Autorin: Claudia Heissenberg

Redaktion: Regina Tanne

"Die reichen Kinder kriegen alles."

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 07.03.2019 20:36 Min. WDR 5

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