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Schwarz in einer weißen Adoptionsfamilie

Andreas Nakic (rechts) mit seiner Mutter Diane Truly

Schwarz in einer weißen Adoptionsfamilie

Als Andreas Nakic seine Mutter kennenlernt, ist er schon 51 Jahre alt. Die weiße US-Amerikanerin hatte Andreas auf Druck ihres Vaters nach der Geburt zur Adoption frei gegeben, weil der Junge unehelich war und schwarz.

Andreas Nakic ist als Adoptivkind in einer weißen deutsch-amerikanischen Akademikerfamilie in Deutschland aufgewachsen. Schon im Kindergarten und an der Schule sind rassistische Beleidigungen an der Tagesordnung. Auch in seiner Adoptionsfamilie fühlt er sich wie ein Außenseiter.

Als er sich auf die Suche nach seiner leiblichen Mutter macht und diese schließlich über eine Internetrecherche findet, erfährt er, dass er über seine Herkunft belogen wurde. Denn dass sein Vater ein afrikanischer Student aus Äthiopien war, hatte man ihm verschwiegen. Die Lebensgeschichte von Andreas Nakic ist von Gewalt und Rassismus geprägt, aber auch von den Versuchen, sich dagegen zu wehren.

Buchtipp:
Andreas Nakic, Marianne Bechhaus-Gerst und Diane Truly (2019): Über Rassismus und Widerstand. Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte. Berlin: Metropol Verlag. 240 Seiten. ISBN 978-3-86331-492-7

Autor: Jürgen Salm

Redaktion: Jessica Eisermann

Schwarz in einer weißen Adoptionsfamilie

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 30.01.2020 20:40 Min. Verfügbar bis 28.01.2021 WDR 5 Von Jürgen Salm

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