Zwei Mädchen schaukeln auf einem Spielplatz vor dem Gegenlicht der Sonne

Kick und Entspannung – was Schaukeln bewirkt

Schaukeln bis in den Himmel bringt Nervenkitzel und Glücksgefühle, Wiegen tröstet und beruhigt – das fängt schon im Babyalter an und begleitet uns bis ins hohe Alter. Sanftes Schwingen kann sogar therapeutisch eingesetzt werden, berichtet Jane Höck.

Auf dem Spielplatz und erst recht auf dem Jahrmarkt: Kribbeln in der Magengrube erleben nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, wenn sie sich mal wieder auf eine Schaukel trauen – diesen Nervenkitzel und das Glücksgefühl, wenn sie durch die Luft sausen.

Andererseits: Sanftes Schaukeln beruhigt. Es hilft selbst Menschen mit Schlafstörungen beim Einschlafen. Bei Stress und Aufregung, Liebeskummer oder Trauer ist der Schaukelstuhl ein idealer Ort, das Herz zu besänftigen und Spannungen abzubauen. Bei Patienten mit Bluthochdruck kann dieser ohne zusätzliche Medizin deutlich gesenkt werden. Und inspirierend ist sanftes Schaukeln sowieso: im Winter im Schaukelstuhl vorm Kamin, im Sommer entspannt in der Hängematte unter strahlend blauem Himmelszelt, in der Hollywoodschaukel oder auf der sanft im Meer schaukelnden Luftmatratze.

Laut neuesten wissenschaftlichen Studien hilft die sanfte Schaukelbewegungen eines Schaukelstuhl zum Beispiel sogar, die Symptome einer Demenzerkrankung zu lindern. In der Therapie wird Schaukeln deshalb inzwischen auch bei Alzheimer eingesetzt, genauso wie bei Angststörungen und Depressionen. Was macht das Schaukeln aus? Woher kommt seine wohltuende und beruhigende Wirkung und wieso kann sie bei starkem Schaukeln ins Gegenteil umschlagen, also zum Kick oder Thrill werden?

Autorin: Jane Höck

Redaktion: Julia Lührs

Kick und Entspannung – was Schaukeln bewirkt

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 17.08.2022 21:19 Min. Verfügbar bis 16.08.2023 WDR 5 Von Jane Höck


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