Sanary-sur-Mer - Deutsche Literaten auf der Flucht

 Die Postkarte zeigt das Cafe de la Marine am Hafenkai von Sanary-sur-Mer an der Cote d'Azur in Frankreich

Sanary-sur-Mer - Deutsche Literaten auf der Flucht

Flüchtlinge - warum sie kommen, wie sie leben, was sie empfinden - das alles beschäftigt uns intensiv seit ein paar Jahren. Das Thema ist nicht neu, hat auch uns Deutsche vor gar nicht langer Zeit bewegt.

Etwa 2.500 deutschsprachige Schriftsteller lebten zwischen 1933 und 1945 ganz oder zeitweilig im Exil. Die Berühmtesten unter ihnen suchten Zuflucht in einem kleinen, romantischen Ort an der französischen Mittelmeerküste, in Sanary sur Mer. Das damals noch verschlafene Fischerdort gelangte zu einer ungewollten Berühmtheit dadurch, dass nicht nur Thomas Mann mitsamt Familie, sondern auch Lion Feuchtwanger, Berthold Brecht und viele andere dort auf das Ende der Hitlerdiktatur warteten. Manche von ihnen jahrelang.

Bis man sie auch aus Sanary sur Mer vertrieb, sie um ihr Leben bangen mussten. Sie alle waren Flüchtlinge in einer paradiesischen Umgebung, die sich anfangs ihnen gegenüber freundlich öffnete, später jedoch für sie lebensbedrohlich wurde. Ingrid Müller-Münch über über das Schicksal dieser Elite der deutschen und österreichischen Literatur.

Autorin: Ingrid Müller-Münch
Redaktion: Ursula Daalmann

Sanary-sur-Mer - Deutsche Literaten auf der Flucht

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 29.09.2017 | 20:51 Min.

Download