Lasten für die Ewigkeit - wenn der Bergbau endet

Silhouette von Personen vor Förderturm, leuchtender Abendhimmel

Lasten für die Ewigkeit - wenn der Bergbau endet

Ende des Jahres soll im Revier die letzte Kohle gefördert werden. Das Ruhrgebiet blickt voller Nostalgie zurück. Doch wenn der Bergbau endet, werden viele Probleme bleiben - und in Summe werden die unglaubliche Mengen an Geld verschlingen.

Unter dem Ruhrgebiet liegt heute ein zehntausende Kilometer langes Labyrinth aus Schächten und Stollen, die bis in eine Tiefe von weit über einen Kilometer reichen. Große Teile der Landschaft sind abgesackt, manche Stadtteile über 25 Meter. Wenn nicht dauerhaft Deiche gepflegt und hunderte Pumpen laufen würden, würden Bäche rückwärts fließen und Emscher und Lippe sich in die Großstädte ergießen.

Auch unter Tage muss kontinuierlich gepumpt werden, damit salziges und zum Teil mit Giftstoffen kontaminiertes Grubenwasser das Trinkwasser an der Oberfläche nicht vergiftet. Allein die Pumpkosten über und unter Tage verschlingen - Jahr für Jahr, bis in alle Ewigkeit - über 200 Millionen Euro. Das alles gehört zum kostspieligen Erbe von 200 Jahren industriellem Bergbau.

In diesem Jahr klingt das Steigerlied in Dauerschleife durch das Ruhrgebiet, denn Ende des Jahres soll im Revier die letzte Kohle gefördert werden. Und da ergehen sich viele noch einmal in Bergmanns-Romantik und blicken sentimental zurück. Marko Rösseler aber blickt in die Zukunft, genauer gesagt in die Ewigkeit. Der Steiger geht - doch wer zahlt die Zeche?

Redaktion: Gundi Große

Lasten für die Ewigkeit - wenn der Bergbau endet

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 24.10.2018 | 20:27 Min.

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