Wohl und Wehe des haarlosen Körpers

Eine Frau rasiert ihre Beine

Wohl und Wehe des haarlosen Körpers

Arme, Beine oder Intimbereich: Für viele gehört die Rasur zur täglichen Routine ganz selbstverständlich mit dazu. Jetzt wuchert ein neuer Trend durch den Sommer 2019: Nicht mehr nur glatte Haut gilt als schön.

Mehr als die Hälfte der Frauen in Deutschland rasiert sich so gut wie täglich Beine und Achseln. Und auch ein Viertel aller Männer entfernt sich die Haare unter den Armen und im Intimbereich regelmäßig, so sagen es repräsentative Umfragen. Nicht nur kosmetische Gründe stecken hinter der seidig glatt rasierten Haut. Religion, Krieg, politische Statements. In den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten gab es diverse Motive, die unter Kleidern versteckte Körperbehaarung entweder stehen zu lassen oder abzurasieren.

Jetzt gibt es eine neue Generation der radikalen Rasurverweigerer. Junge Frauen und Männer zeigen sich in den Sozialen Netzwerken mit wild gewachsenen Haarbüscheln unter den Armen, um die Selbstverständlichkeit der Haarentfernung zu hinterfragen. #januhairy oder #noshavenoshame: Eine regelrechte Anti-Rasur-Welle schwappt durch 2019. Gleichzeitig müssen viele von ihnen sich auch innerlich ein dickes Fell wachsen lassen, um sich der Kritik ihres Umfelds zu stellen. Warum also der Trend der Twens, stolz ihre zentimeterlangen Haare am Körper zu zeigen? Und warum möchte eigentlich niemand so wirklich über die eigene "Frisur" sprechen?

Autorin: Andrea Peters

Redaktion: Beate Wolff

Wohl und Wehe des haarlosen Körpers

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 15.08.2019 19:36 Min. Verfügbar bis 13.08.2020 WDR 5 Von Andrea Peters

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