Porsche 911 – Legende. Stilikone. Traumauto.

Ein weißer Porsche 911 aus dem Jahr 1963.

Porsche 911 – Legende. Stilikone. Traumauto.

September 1963. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt präsentiert Porsche sein neues Modell: den 911. Der Wagen besticht durch die scheinbar simple, geradlinige, elegante Form. Das Auto ist zum Mythos geworden.

"O Lord won’t you buy me a Mercedes Benz. My friends all drive Porsche", sang Janis Joplin im Jahre 1970. Da waren Porsches schon Kultautos in den USA. James Dean war 1959 mit einem Porsche Spyder tödlich verunglückt. "Ohne James Dean kein Porsche", sagt Paolo Tumminelli, Professor an der Kölner International School of Design und Experte für die Kulturgeschichte des Automobils. "Dass ein junger Mann, der so beliebt und verehrt ist, an einem Autounfall stirbt, kreiert einen Mythos. Das ist ein Auto, in dem du sterben kannst! Wer Porsche fährt, der scheut das Risiko nicht."

Der Porsche 911 war nicht einfach zu fahren. Er neigte aufgrund der Heckmotorkonstruktion zum Ausbrechen und Abheben. Autofahren als Abenteuer: Porsche hat diesen Mythos immer gepflegt. Bereits Anfang der 1960er Jahre fuhren in der damaligen Bundesrepublik die frühen Porsche-Modelle im Polizeidienst, später auch der 911. Chic sahen sie aus, anfangs komplett weiß, später fuhren sie mit grüner Motorhaube und grünen Türen über Deutschlands Autobahnen. Allerdings konnten Raser oder Verbrecher damit nur schwer verhaftet werden: Das Auto hat nur zwei Sitze.

Für viele Porsche-Fahrer und auch für die nicht wenigen Porsche-Liebhaberinnen ist der Wagen die Erfüllung eines teuren Traums. Janis Joplin bekam von Gott doch keinen Mercedes Benz geschenkt. Sie fuhr einen Porsche. Keinen 911, sondern ein 356 SC Cabrio. Den Wagen ließ sie von ihrem Roadie Dave Richards kunterbunt bemalen, es war das perfekte Hippie-Auto.

Autor: Albert Wiedenhöfer

Redaktion: Claudia Dammann

Porsche 911 - Legende. Stilikone. Traumauto.

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 11.09.2018 | 19:58 Min.

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