Polizeimangel auf dem Land

Polizei

Polizeimangel auf dem Land

Eine alte Dame ruft die Polizei, weil jemand versucht, ihr durch den Enkeltrick Geld abzuluchsen. Die Polizei müsste nur vorbeikommen und den Betrüger festnehmen, doch keiner kommt – wegen Personalmangels.

Polizist Friedrich Hilge (r) mit einem Kollegen vor der Mobilen Wache in Müssingen

Polizist Friedrich Hilge (r) mit einem Kollegen vor der Mobilen Wache in Müssingen

Der Dorfpolizist ist der erste Ansprechpartner, wenn es auf dem Land um kleine Unfälle, Diebstahl oder Streit geht. Bis vor wenigen Jahren konnte er oft sprichwörtlicher Freund und Helfer sein. Doch diese Spezies ist selten geworden. Denn in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten sind in NRW rund 2000 Stellen bei der Polizei gestrichen worden.

Grund dafür war die Sparpolitik verschiedener Landesregierungen. Inzwischen hat die Politik zwar erkannt, dass das Zusammenstreichen der Behörden ein Fehler war, an den Folgen des jahrelangen Sparkurses leidet die Polizei aber bis heute. Besonders im ländlichen Raum nehmen viel zu wenige Polizisten viel zu viele Aufgaben wahr. Und das geht auf Kosten derer, die ihnen immer ihr Vertrauen entgegengebracht haben: der Bürger.

Autorin: Kirsten Lorek

Redaktion: Lioba Werrelmann

Polizeimangel auf dem Land

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 20.02.2019 16:34 Min. Verfügbar bis 20.02.2020 WDR 5 Von Kirsten Lorek

Download