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Piccola Sicilia – Multi-Kulti in Tunis

Menschen tanzen und lachen auf der Straße Festival in La Goulette, Tunesien, 2019

Piccola Sicilia – Multi-Kulti in Tunis

Die Familiensaga "Piccola Sicilia" von Daniel Speck wirft ein Schlaglicht auf die deutsche Besatzung in Tunesien 1942/1943 und das Schicksal der tunesischen Juden. Martina Sabra hat mit dem Autor gesprochen und die Schauplätze des Buchs besucht.

Der Roman beruht auf einer wahren Geschichte und führt zurück ins Tunis der 1940er Jahre. Tunesien war seit 1881 französisches Protektorat und die Bevölkerung seiner Hauptstadt außergewöhnlich bunt und vielfältig. Neben der muslimischen Mehrheit mit ihren berberischen und arabischen Wurzeln lebten mehrere hundertausend Christen im Land sowie weit über 100.000 Juden.

"Piccola Sicilia" heißt ein Teil des Vorortes La Goulette. Dort lebten vor dem zweiten Weltkrieg viele Italiener, Malteser und jüdische Tunesier Tür an Tür. Ein rosarotes Idyll herrschte dort nicht, aber doch ein besonderes Miteinander von Religionen, Nationalitäten, Sprachen. Dann marschierte die deutsche Wehrmacht in Tunesien ein und zog das Land im Rahmen des deutschen Afrikafeldzugs mit in den Krieg.

Hilfreiche Menschen gab es aber auch in diesem Krieg. Und, so Daniel Speck: "Das ist die Geschichte dieser Menschen, und ich möchte das Buch auch verstanden haben als eine Art Hommage an diese Menschen, die damals in dunklen Zeiten was Gutes getan haben".

Literaturtipp

Daniel Speck: Piccola Sicilia. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag 2018, 624 Seiten, ISBN-13: 9783596701629.

Autorin: Martina Sabra

Redaktion: Gundi Große

Piccola Sicilia – Multi-Kulti in Tunis

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 09.10.2019 20:36 Min. Verfügbar bis 07.10.2020 WDR 5 Von Martina Sabra

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