(Corona-)Alltag in Pflegeheimen

Nicci Schubert bei einem Konzert zum Muttertag im AWO Pflegeheim

(Corona-)Alltag in Pflegeheimen

Die Arbeit ist durch die Hygieneauflagen noch anstrengender geworden. Corona fordert Pflegern und Bewohner*innen von Altenheimen viel ab. Martina Meißner hat zwei Einrichtungen besucht.

Eigentlich ist in den meisten Senioren- und Pflegeheimen immer etwas los gewesen: Werkeln und Basteln, Bingo, Singen oder Gymnastik. Doch dann kam Corona. Die Bewohner wurden abgeschottet, Physiotherapie und Fußpflege fielen aus, er gab weniger Unterhaltungsmöglichkeiten. Schließlich gelten die alten Menschen als Hochrisikogruppe. Ab Mitte März mussten Verwandte und Freunde draußen bleiben, das aufmunternde Lächeln der Pflegekräfte verschwand hinter Masken und auch untereinander sollten sie Abstand halten. Eine harte Zeit für alle.

Seit Mai ist das strenge Besuchsverbot in NRW aufgehoben. Allerdings nur unter aufwendigen Schutzmaßnahmen. Anmeldung, Hände desinfizieren und Mundschutz sind Pflicht. In einigen Häusern werden Besucher etwa auf Fieber oder Schnupfen getestet, andere haben eine Kittelpflicht eingeführt oder begrenzen die Besuchszeit auf 30 Minuten. Der Schock sitzt teilweise immer noch fest. Vor allem in Einrichtungen mit vielen Erkrankten oder sogar Todesfällen. Da wird noch abgeschirmt und abgeriegelt. Aber es gibt auch Heime, die bisher gut durch die Krise gekommen sind.

Autorin: Martina Meißner

Redaktion: Julia Lührs

(Corona-)Alltag in Pflegeheimen

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 15.09.2020 21:20 Min. Verfügbar bis 14.09.2021 WDR 5 Von Martina Meissner

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