Pflegen in der Grauzone

Die polnische Krankenschwester Irena Guza betrachtet am 28.10.2013 ein Buch zusammen mit der 90jährige Gertrud Schröter, die sie in deren Wohnung in Bonn (Nordrhein-Westfalen) betreut

Pflegen in der Grauzone

Wer Pflegebedürftige zu Hause versorgen will, braucht Unterstützung. Häufig sind es Frauen aus Osteuropa, die sich mehrere Wochen lang rund um die Uhr kümmern. Das ist nicht immer legal, wird aber geduldet. Denn ohne sie würde das Pflegesystem kollabieren.

Wie viele Frauen und Männer aus Osteuropa als sogenannte "Live-Ins" in deutschen Haushalten leben, um sich dort um alte Menschen zu kümmern, ist unklar. "Es ist keine Nische! Wir reden über eine Flächenversorgung, die annähernd mittlerweile das Volumen der ambulanten Versorgung annimmt", sagt Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung in Köln.

Was auf den ersten Blick nach einer einfachen Lösung aussieht, birgt viele Probleme: Die osteuropäischen Frauen arbeiten oft jenseits des deutschen Arbeitsrechts - zu viele Stunden und ohne Pausen, werden zudem weit unter dem deutschen Mindestlohn bezahlt. Auf der anderen Seite können sie mit dem in Deutschland verdienten Geld in ihrer Heimat gut leben. Dort sind die Lebenshaltungskosten geringer. Katharina Nickoleit hat diesen grauen Pflegemarkt unter die Lupe genommen.

Autorin: Katharina Nickoleit

Redaktion: Julia Lührs

Pflegen in der Grauzone

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 24.11.2021 20:01 Min. Verfügbar bis 23.11.2022 WDR 5 Von Katharina Nickoleit


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