Streit um neue Ostsee-Pipeline

Mit einem Spezialkran werden tonnenschwere Rohre für die zukünftige Ostsee-Erdgastrasse Nord Stream 2 auf einen Lagerplatz transportiert

Streit um neue Ostsee-Pipeline

Für Altkanzler Gerhard Schröder war alles klar: Deutschland sollte auf lange Zeit hin gut mit Erdgas aus Sibirien versorgt sein über eine zweite Ostsee-Pipeline. Doch jetzt melden sich Kritiker: Die EU und die USA.

Per Bahn aus Mülheim an der Ruhr kommen die mächtigen Stahlröhren, die sich im Rügener Fährhafen Mukran bei Sassnitz stapeln. Viele Tausend sind es bereits, wöchentlich werden es mehr. Die Röhren sind für die neue Ostseepipeline Nord Stream 2. Ab Ende 2019 möchte die russische Gazprom die Europäische Union mit noch mehr sibirischem Erdgas versorgen. Denn die Erdgasvorräte in Deutschland, den Niederlanden und Norwegen schrumpfen. Rund zehn Milliarden Euro soll das Projekt kosten.
Unter Mithilfe von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder beteiligen sich fünf westeuropäische Energiekonzerne an dem Pipelinebau, darunter die Essener Uniper.


Doch ob die Nord Stream 2 tatsächlich gebaut wird, ist nicht mehr sicher. Die EU und die USA möchten die Pipeline verhindern. Es geht um Geschäfte und Geopolitik, amerikanisches Frackinggas und europäische Interessen in der Ukraine – und um den Zusammenhalt der Europäischen Union.

Autor: Jan-Uwe Stahr

Redaktion: Mark vom Hofe

Streit um neue Ostsee-Pipeline

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 27.12.2017 | 19:40 Min.

Download