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Das Archivbild vom 15.03.1999 zeigt den Musiker Oskar Sala, der in seinem Berliner Tonstudio auf einem sogenannten Mixtur-Trautonium spielt, das er Anfang der 50er Jahre konstruiert hat.

Oskar Sala - Pionier der elektronischen Musik

Der Komponist Oskar Sala entwickelte mit seinem selbstgebauten Trautonium die Klang-Kulisse zu mehr als 300 Filmen – darunter Hitchcocks "Die Vögel". Zu seinem 20. Todestag erinnern Tom Noga und Steffen Irlinger an den großen Musiker.

Elektronische Musik ist heute überall. Vor allem in den Clubs rund um den Globus, in denen zu elektronischen Beats getanzt wird. Einer der weniger bekannten Wegbereiter der elektronischen Musik ist Oskar Sala. Geboren 1910 in Thüringen, studierte er Komposition bei Paul Hindemith in Berlin. An der dortigen "Rundfunkversuchsstelle", wo speziell für das noch junge Radio komponiert werden sollte, hatte der Ingenieur Friedrich Trautwein eines der ersten elektronischen Musikinstrumente entwickelt.

Oskar Sala war sehr angetan von den elektrischen Möglichkeiten dieses Instruments. Deshalb studierte er zum besseren Verständnis noch Physik und entwickelte das Instrument weiter zu einer Art Vorläufer des Synthesizers. Mit diesem sogenannten Trautonium spielte Sala Musik für die ersten deutschen Tonfilme ein. Berühmt wurde er vor allem durch Filmmusik. So kreierte er unter anderen den Soundtrack zu Alfred Hitchcocks "Die Vögel".

Autoren: Steffen Irlinger und Tom Noga

Redaktion: Heiko Hillebrand

Oskar Sala – Pionier der elektronischen Musik

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 28.02.2022 20:20 Min. Verfügbar bis 25.02.2023 WDR 5 Von Tom Noga und Steffen Irrlinger


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