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Eine Frau zwischen Tradition und Moderne

Perücken hängen aufgereiht in einem Geschäft

Eine Frau zwischen Tradition und Moderne

Orthodoxe Jüdinnen bedecken ihr Haar, sobald sie verheiratet sind. Auch für Yetta, 29, aus New York ist dieses Gebot bis zu ihrer Hochzeit selbstverständlich, doch dann hadert sie mit der Tradition.

In New York lebt die größte ultra-orthodoxe jüdische Gemeinde außerhalb Israels. Bei "ultraorthodox" denken viele wahrscheinlich direkt an Deborah Feldman und ihre Autobiografie "Unorthodox". Die daran angelehnte Miniserie ist aktuell bei Netflix zu sehen. Buch und Serie zeigen die Perspektive einer Aussteigerin, die sehr abgeschirmt in der ultra-orthodoxen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, Brooklyn, aufwächst.

Es gibt in New York aber auch orthodoxe Gemeinden, die weniger insular leben. Die Chabad-Lubavitsch-Gemeinde in Crown Heights, Brooklyn, zum Beispiel. Hier sprechen die meisten Juden und Jüdinnen Englisch und besitzen ein Smartphone. Viele sind aktiv auf sozialen Medien wie Instagram. Gleichzeitig folgen sie den 613 Geboten der Tora. Wie bei den Satmar gilt aber auch hier: Nach der Heirat bedecken Frauen ihre Haare. Die Lubavitsch-Frauen tragen vor allem moderne Perücken.

Unsere Autorin Vivien Schütz hat eine orthodoxe Jüdin aus New York getroffen, für die dieses Gebot anfangs selbstverständlich ist. Doch dann fängt sie an, mit der Tradition zu hadern. Sie ist religiös, will aber keine Perücke mehr tragen. Die Frage ist, kann das funktionieren? Ein Feature über Religion, Toleranz und Selbstbestimmtheit, das in New York spielt, aber auf viele andere Orte weltweit übertragbar ist.

Autorin: Vivien Schütz

Redaktion: Heiko Hillebrand

Eine Frau zwischen Tradition und Moderne

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 21.09.2020 25:05 Min. Verfügbar bis 18.09.2021 WDR 5 Von Vivien Schütz

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