Eine Liebeserklärung an die öffentliche Bank

Herbstsonne auf der Parkbank genießen

Eine Liebeserklärung an die öffentliche Bank

Alte Ehepaare die Enten füttern – das ist so ein gängiges Bild, das wahrscheinlich viele beim Wort "Sitzbank" im Kopf haben. Das Bild fasst zusammen, was die öffentliche Bank eigentlich ist: ein unscheinbares Objekt im Alltag.

Irgendwann benutzen wir alle mal eine Bank im städtischen Park oder in der Fussgängerzone. Bänke sind selbstverständlich da aber sie werden oft nicht wirklich wahrgenommen. Man kann sich auf der Bank sonnen, Leute beobachten, Zeitung lesen oder ein Rendezvous abhalten.

Erst wenn die Bänke fehlen, fällt uns auf, dass wir sie zum Ausruhen, zum Abwarten oder Entspannen durchaus brauchen. Insbesondere in Innenstadtbereichen gibt es immer weniger Möglichkeiten sich hinzusetzen, ohne dass es einen Konsumzwang gibt.

Das Sitzbankdesign hat sich in den letzten Jahren verändert: Laut Sitzbankherstellern wünschen sich die Stadtplaner nicht nur leicht angewinkelte Rückenlehnen, damit man sich gut in die Bank schmiegen kann. Sie wünschen sich auch vor allem Bänke aus kühlem, hartem Metall. Denn niemand soll länger als durchschnittlich eine Viertelstunde am Stück auf einer Bank sitzen.

Die Bedeutung der Sitzbank ist vielseitig. Sie kann eine politische Angelegenheit sein, aber genauso auch das unscheinbare Möbelstück, auf dem wir alle irgendwie einen Teil unseres Lebens verbringen.

Autor: Felix Schledde

Redaktion: Julia Lührs

Eine Liebeserklärung an öffentliche Bänke

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 16.10.2018 | 14:48 Min.

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