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Das Foto zeigt die Internetseite des Wirtschaftsministeriums NRW.

NRW-Corona-Soforthilfe – mehr Schaden als Nutzen?

Die kleinen Selbstständigen in NRW sollen nach Willen der Landesregierung den Löwenanteil der Corona-Soforthilfe zurückzahlen. Dagegen laufen die Betroffenen Sturm und ziehen vor die Verwaltungsgerichte des Landes.

"Schnelle Hilfe", "Wir lassen niemanden allein", "Wir holen die Bazooka raus" – die Ankündigungen der Politiker klangen in der Pandemie großartig, haben aber die Erwartungen vieler nicht erfüllt. So empfinden es zumindest Freiberufler, Soloselbstständige und Besitzer von Kleinbetrieben in NRW. Statt unkomplizierter Unterstützung sehen sich die Menschen mit hohen Rückforderungen, Steuernachzahlungen und einer Bürokratie konfrontiert, die sie nicht durchdringen können. 

Nicht alle Betroffene wollen das einfach so hinnehmen. Ihre Existenz sei durch die Rückforderung akut bedroht und das Vorgehen der Landesregierung nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch juristisch unhaltbar. Deshalb haben sich über 9.300 Selbstständige in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen – einige von ihnen stehen in diesen Tagen bereits vor den Verwaltungsgerichten in NRW, um das Vorgehen der Landesregierung gerichtlich klären zu lassen.

Antje Zimmermann hat sich mit Betroffenen und Vertretern von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbanden getroffen. Sie sagen: Das Land hat den Selbstständigen in der Pandemie mit einem nicht nachvollziehbaren Schlingerkurs mehr geschadet als genutzt.

Autorin: Antje Zimmermann

Redaktion: Chris Hulin

NRW-Corona-Soforthilfe – mehr Schaden als Nutzen?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 20.12.2021 21:22 Min. Verfügbar bis 20.12.2022 WDR 5 Von Antje Zimmermann


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