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Notstand beim Rettungsdienst

Das Foto zeigt einen fahrenden Rettungswagen im Einsatz.

Notstand beim Rettungsdienst

Immer mehr Menschen wählen den Notruf. Das liege einerseits an der alternden Gesellschaft, andererseits seien viele Fahrten unnötig, sagen Sanitäter*innen. Das System stößt an seine Grenzen – zu Lasten derer, die es wirklich brauchen.

Wer einen Unfall hat oder einen Herzinfarkt, kann in Deutschland rund um die Uhr den Rettungsdienst rufen. Spätestens 12 Minuten nach Anruf müssen die Sanitäter*innen vor Ort sein.

Das System schien viele Jahre stabil, doch die Anzahl der Einsätze nimmt jedes Jahr zu. Mittlerweile gibt es doppelt so viele Einsätze wie in den Neunzigerjahren, in NRW sind es rund 3000 am Tag. Dafür müssen immer mehr Fahrzeuge in den zuständigen Kreisen stationiert und neue Wachen gebaut werden.

Für die Krankenkassen bedeutet das eine höhere finanzielle Belastung: Die Kosten für Rettungsfahrten sind in den letzten zehn Jahren um etwa 2 Milliarden Euro angestiegen. Und für die Patient*innen? Sie müssen auch bei akuter Lebensgefahr immer länger auf den Rettungsdienst warten – auch, wenn jede Minute zählt.

Autor: Miltiadis Oulios

Redaktion: Julia Lührs

Notstand beim Rettungsdienst

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 12.03.2020 19:22 Min. Verfügbar bis 11.03.2021 WDR 5 Von Miltiadis Oulios

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