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Niederländer renovieren Hitlers Atlantikwall

Ausstellungsstücke, wie Uniformen, Waffen usw.

Niederländer renovieren Hitlers Atlantikwall

Vor fast 80 Jahren ließ Hitler ein Bollwerk der deutschen Wehrmacht an der Nordseeküste errichten: den Atlantikwall. Ehrenamtliche in den Niederlanden machen heute die alten Militärbauten wieder zugänglich.

Der Untergrund von Den Haag birgt viele Geheimnisse. Tunnel und Laufgänge unter der Stadt und in den Dünen verbinden Bunkerräume, die über Jahrzehnte fast vergessen waren. Es gibt Geschütz-, Munitions- und Mannschaftsbunker, Küchen-, Toiletten- und Saunabunker. Rund 900 Militärbauten entstanden an der niederländischen Nordseeküste. Sie sind immer noch an den Stränden sichtbar als Betonbunker des sogenannten Atlantikwalls.

Seit einigen Jahren werden einige der Bauwerke von ehrenamtlichen Helfern originalgetreu rekonstruiert und Besuchern zugänglich gemacht – als sichtbare und erfahrbare Erinnerung. Am 25. Mai findet der "Bunkerdag" statt, an dem auch sonst nicht zugängliche Bunker für Besucher geöffnet werden. 

Autorin: Claudia Heissenberg

Redaktion: Regina Tanne

Niederländer renovieren Hitlers Atlantikwall

Wider das Vergessen: Ehrenamtliche in den Niederlanden machen sich stark für "ehrliche Geschichte" und renovieren die Militärbauten, die die Deutschen Nationalsozialisten ab 1942 in Scheveningen platziert hat.

Bunkeranlagen ragen aus Dünen

Wie Mahnmale der Vergangenheit ragen die Bunker des Atlantikwall bis heute aus den Dünen am Strand von Schevenigen. 1943 war die Verteidigungslinie der Nazis insgesamt über 5000 Kilometer lang und reichte von Spanien bis nach Norwegen.

Wie Mahnmale der Vergangenheit ragen die Bunker des Atlantikwall bis heute aus den Dünen am Strand von Schevenigen. 1943 war die Verteidigungslinie der Nazis insgesamt über 5000 Kilometer lang und reichte von Spanien bis nach Norwegen.

Als sichtbare und erfahrbare Erinnerung an die Zeit der deutschen Besatzung beherbergt der ehemalige Kommandobunker im Scheveninger Wäldchen heute das Atlantikwall-Museum.

Piet Hogedoorn (links) und Boudewijn van Nuss arbeiten ehrenamtlich für die "Stiftung Atlantikwall-Museum" und haben einige der Bunker und Tunnelanlagen für Besucher zugänglich gemacht.

Zahlreiche Ausstellungsstücke, wie Uniformen, Waffen und technische Geräte, aber auch Kurioses wie alte Zahnpastatuben oder eine Trockentoilette haben die Ehrenamtlichen für das Museum zusammengetragen.

Auf dem Tisch aufgebaut das Adler-Luftkampfspiel, daneben ein Weltempfänger und eine geöffnete Konservendose: Der Bereitschaftsraum im Kommandobunker sieht aus, als ob die Soldaten ihn gerade erst verlassen hätten.

Bis ins kleinste Detail wurden die Räume im Bunker ausgestattet. Auf dem Schreibtisch des Kommandanten steht eine kleine Hitler-Büste neben der Schreibmaschine.

Den Nachrichtenraum haben Piet Hogedoorn und seine Mitstreiter in mühevoller Handarbeit wieder in den Originalzustand versetzt.

Ein original Bunkertelefon: Um das Abhören zu erschweren, hatten die Nazis in Den Haag unterirdisch ein eigenes Telefonnetz verlegt.

15 bis 20 Soldaten waren im 2. Weltkrieg in diesem Bunker ständig im Einsatz und koordinierten die gesamte Verteidigung der Stadt Den Haag. Hier ein Blick in den Funkraum.

Niederländer renovieren Hitlers Atlantikwall

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 24.05.2019 18:59 Min. WDR 5 Von Claudia Heissenberg

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