Unser Planet: Mutter Erde

Die Erde von oben

Unser Planet: Mutter Erde

"Mutter Erde" wird unser Planet manchmal liebevoll genannt. Für manche mag der Begriff kitschig oder weltfremd klingen. Tatsache ist, die Erde trägt uns, sie gibt uns Wasser und Nahrung, beschenkt uns mit Bodenschätzen, versetzt uns mit ihrer Schönheit in Staunen und bietet uns eine irdische Heimat.

Für viele aber ist die Erde zu einer Sache geworden, die man gebraucht und verbraucht. In einer Zeit, die von Geldgier, Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und ungebremstem Konsumverhalten geprägt ist, fragen sich immer mehr Menschen, wie sie den Kontakt zur Natur wiederfinden und vertiefen können. Die Idee "Mutter Erde" kann ein Türöffner sein. Die Erde mit ihren lebensspendenden Kräften wird seit Urzeiten in unterschiedlichsten Kulturen und Religionen verehrt: als Große Mutter, Urgöttin oder Erdgöttin, als Gaia oder Demeter. Mutter Erde als die Mutter allen Lebens, der Pflanzen, Tiere und Menschen. 35 000 Jahre hat es diese Betrachtung gegeben. Eine sehr alte Schicht des Denkens, die in den vergangenen 4000 Jahren immer mehr überlagert wurde. Die zunehmende Entfremdung von der Natur wurde auf verhängnisvolle Weise verstärkt durch Descartes. Für ihn war der Mensch Herr und Besitzer der Schöpfung. So denken viele heute noch. Die Folgen kriegen wir immer mehr zu spüren.

Es gibt Menschen, für die ist es ein Anliegen, die vergessene Kraft von Mutter Erde wieder zu entdecken und sich mit ihr zu verbinden.

Unser Planet: Mutter Erde

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 28.12.2017 | 18:54 Min.

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Autorin: Lisa Laurenz

Redaktion: Gundi Große