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Ein Acker mit Heuballen, ein Stück Wiese und Bäume

Mit Agro-Forstwirtschaft aus der Klimakrise?

Wenn der Bauer Bäume pflanzt und der Förster den Acker begutachtet – was ist das dann? Verkehrte Welt? Nein, das ist – so behaupten manche – schlicht unsere Rettung. Agroforstwirtschaft. Eine Wortschöpfung, die eigentlich eine uralte Form der Landnutzung beschreibt, wie Claudia Maschner berichtet.

Im jüngsten Bericht des Weltklimarates wird die Agroforstwirtschaft als eines der besten und auch noch günstigsten Mittel aufgeführt, um die Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen und gleichzeitig die Klimakrise zu bekämpfen. Und das nicht nur im Regenwald, sondern gerade auch bei uns in Europa.

Wie sieht es in Deutschland aus? Hier wird Agroforstwirtschaft mit durchschnittlich sechs Euro pro Hektar Land gefördert. Das ist ein Bruchteil von dem, was ein Landwirt an Subventionen bekommt, wenn er eine Fläche für ein Jahr gar nicht bewirtschaftet, also brach liegen lässt. Dafür bekommt er nämlich 1300 Euro.

Auch wegen dieses Missverhältnisses gibt es erst wenige Landwirte, die auf die neue Methode setzen. Die ist übrigens, wie unsere Autorin im Münsterland recherchiert hat, im Grunde gar nicht neu. Gleich zwei Betriebe hat sie gefunden, die diesen Weg wieder gehen wollen.

Autorin: Claudia Maschner

Redaktion: Heiko Hillebrand

Mit Agroforstwirtschaft aus der Klimakrise?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 22.04.2022 19:33 Min. Verfügbar bis 22.04.2023 WDR 5 Von Claudia Maschner


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