Mental Load – Die Last der modernen Mutter

Zeichnung eines Frauenkopfes, Gestände kreisen darum: ein Baby, ein Kochtopf, ein Smartphone usw.

Mental Load – Die Last der modernen Mutter

Der Kindergarten fängt wieder an – passen die Gummistiefel noch? Müssen wir vielleicht noch neue kaufen? Schaffe ich das morgen nach der Arbeit? – Fast jede Mutter kennt solche Gedankenketten, einige leiden unter diesem so genannten "Mental Load".

Soziolog*innen verwenden den Begriff "Mental Load" schon seit den 1980er Jahren, populär geworden ist er 2017 durch einen erklärenden Comic-Strip der französischen Comicbuch-Autorin Emma. Der beginnt so: Eine Frau und ein Mann haben abends Gäste. Während sie rotiert, kocht, die Kinder füttert, Brei vom Boden wischt, sitzt er im Wohnzimmer schon mit den Gästen auf der Couch. Irgendwann eskaliert die Situation in der Küche. Die Reaktion des Mannes: "Ich hätte Dir doch geholfen. Du hättest bloß fragen müssen." – Dabei vergisst er, dass das Organisieren von Aufgaben selbst schon eine Aufgabe ist.

Mental Load ist Arbeit, die darin besteht, an alles zu denken, an das gedacht werden muss. Und sie ist unsichtbar. Zu dieser Arbeit gehören Aufgaben, die in einem Haushalt anfallen, und die man selbst bei einer gleichberechtigten Arbeitsteilung meistens übersieht. Häufig sind es die Frauen, die den Mental Load tragen – zusätzlich zu ihrer sonstigen Arbeitsbelastung. Wie lässt sich dieser Mental Load identifizieren – und wie lässt er sich vor allem gerecht verteilen? Paare berichten von ihren Erfahrungen.

Autorin: Simone Schlosser

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Mental Load – Die Last der modernen Mutter

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 26.02.2020 19:33 Min. Verfügbar bis 25.02.2021 WDR 5 Von Simone Schlosser

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