Machu Picchu wird klimaneutral

Ruinen der Inkastadt Machu Picchu

Machu Picchu wird klimaneutral

Machu Picchu ist Weltkulturerbe und eines der neuen sieben Weltwunder. Jetzt hat sich die Zitadelle der Inka ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen ihre Emissionen um 45 Prozent reduziert werden und bis 2050 auf null sinken.

Für Machu Picchu hatte die Pandemie auch etwas Gutes. Vorher wurde  die Zitadelle von Tourist:innen überrannt: Im Tagesschnitt waren es 4.100 und 6.000 im Höchstfall. Dabei sind nur 2.500 erlaubt – zum Schutz der Ruinen, der Terrassen, und der Umwelt. Denn die Besucher:innen produzieren Müll und sie hinterlassen durch die Anreise mit Flugzeug, Zug und Bus einen großen ökologischen Fußabdruck.

"Weil Machu Picchu während des Lockdowns geschlossen war, konnten wir die Anlage endlich vernünftig warten", sagt José Bastante, der Direktor der Zitadelle. "Auch die Natur hat sich erholt. Wir sehen wieder Füchse und Brillenbären."

Ein neuer Abfallkreislauf und ein Programm zur Wiederaufforstung soll auch international ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz setzen: In einer Recycling-Anlage wird Altöl zu Biodiesel umgewandelt, organischer Müll per Pyrolyse zu Biokohle, einem Dünger. Und Altglas wird zu Sand zermahlen, der jenen Sand ersetzt, den die Bewohner:innen der Region zum Bauen aus den Flüssen holen.

"Mit der Aufforstung gleichen wir diese Umweltschäden wieder aus", sagt Projektleiter Nordt Salas. "Machu Picchu soll nicht nur für die Zitadelle bekannt sein, sondern auch für nachhaltigen Umweltschutz."

Autor: Tom Noga

Redaktion: Gundi Große

Machu Picchu wird klimaneutral

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 03.08.2021 20:18 Min. Verfügbar bis 02.08.2022 WDR 5 Von Tom Noga


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