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Long Covid und die Krankheit ME/CFS

Illustration: Hand hält den Schriftzug "Fatigue"

Long Covid und die Krankheit ME/CFS

Am 12. Mai ist Internationaler ME/CFS Tag. Myalgische Enzephalomyelitis bzw. Chronisches Fatigue-Syndrom ist eine Krankheit - von der WHO 1969 anerkannt -, aber schwer zu diagnostizieren und zu heilen. Forschungsergebnisse zu Long Covid machen jetzt ME/CFS Erkrankten Hoffnung.

Betroffene des Chronischen Fatigue-Syndrom fühlen sich unsichtbar. Bislang gibt es nur wenig Forschung, kaum Therapien und Anlaufstellen. Dabei sind allein in Deutschland wohl gut 250.000 Menschen an ME/CFS erkrankt. Viele sind bettlägerig, Betroffene haben eine Vielzahl von Symptomen, unter anderem chronische Fatigue, also eine krankhafte Erschöpfung und Muskelschmerzen. Schon nach geringer Anstrengung verstärken sich die Symptome. Danach können sich schwerst Erkrankte oft tagelang nicht bewegen, selbst Licht kann zu anstrengend sein. Manche liegen 23 Stunden am Tag im Dunkeln.

An der Berliner Charité leitet Carmen Scheibenbogen das Fatigue-Zentrum und untersucht schon seit Jahren ME/CFS-Patientinnen und Patienten. Nach ersten Schätzungen könnten ein bis zwei Prozent, der Menschen mit einem milden Covid-Verlauf, auch an ME/CFS erkranken, so schätzt die Berliner Expertin den Anteil, wenn noch sechs Monate nach einer Covid-19-Infektion Symptome auftreten. Die Neurologen der Post-Covid-Ambulanz der Uniklinik Essen haben darauf aber bisher keine Hinweise. Wie die Krankheit ME/CFS und Long Covid zusammenhängen, wird sich wahrscheinlich erst in einigen Jahren klären

Autorin: Ann-Kristin Pott

Redaktion: Jessica Eisermann

Long Covid und die Krankheit ME/CFS

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 12.05.2021 22:58 Min. Verfügbar bis 11.05.2022 WDR 5 Von Ann-Kristin Pott


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