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Der letzte Jahrgang der DDR-Kaderschmiede

Tischler Gisbert Peuker entfernt die Schutzfolie einer Abdeckung eines DDR-Emblems, das von der Betonstele am Grenzübergang direkt an der A2 stammt.

Der letzte Jahrgang der DDR-Kaderschmiede

Der Besuch der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät (ABF) in Halle war eine der wenigen legalen Möglichkeiten, die DDR zu verlassen. Hier wurden Studierende auf die Diplomatenausbildung vorbereitet – bis die Wende die vorprogrammierten Karrieren ruinierte.

In den Anfangsjahren der DDR diente die Institution dazu, Arbeiter und Bauern zur Hochschulreife zu führen. Später wurden auf der ABF in Halle aber vor allem Abiturienten und Kinder aus der privilegierten Schicht auf das Studium im sozialistischen Ausland vorbereitet. Einige davon waren für eine Diplomatenausbildung in Moskau vorgesehen. Das waren die Auserwählten unter den Auserwählten.

Im September 1989 trat der letzte Jahrgang in Halle an, der die zweijährige Schulausbildung dort auch noch beenden konnte. Diplomat sollte dann aber keiner werden. Da kam die Wende dazwischen. Was hat der Systemwechsel mit den jungen Menschen gemacht, was ist aus ihnen geworden? Norbert Wartig und Martin Bohne haben drei der verhinderten Diplomaten getroffen und dabei Geschichten aus einer turbulenten und prägenden Zeit gehört.

Autoren: Norbert Warting und Martin Bohne

Redaktion: Beate Wolff

Der letzte Jahrgang der DDR-Kaderschmiede

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 26.10.2021 19:57 Min. Verfügbar bis 25.10.2022 WDR 5 Von Norbert Wartig und Martin Bohne


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