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23.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Luis Langfeld in der Dorfkirche im brandenburgischen Börnicke mit Schleiereule in der Hand

Letzte Rettung Kirchturm

Über Jahrhunderte boten Kirchtürme Nistplätze für verschiedene Tiere. Doch seit den 1970er-Jahren sind viele Kirchen abgedichtet, um Tauben abzuhalten. Für Turmfalke, Schleiereule und Co. ein Drama denn sie sind vom Aussterben bedroht.

Für Vögel wie Turmfalken, Schleiereulen und Co. wird es immer schwieriger, geeignete Nistplätze zu finden. Scheunen werden immer unzugänglicher und Bäume systematisch gefällt. Um den bedrohten Tierarten trotzdem eine Chance zu geben, begann der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) 2007 mit der Aktion "Lebensraum Kirchturm". In über tausend Kirchen haben Freiwillige in ganz Deutschland Kästen in den Türmen installiert. So können die Tiere in großen Höhen nisten, ohne in die Kirche zu kommen.

Mehrmals im Jahr steigen die Ehrenamtlichen in die Türme, um die Kästen zu installieren, zu säubern und zu reparieren. Und in der Brutzeit von Frühjahr bis Herbst kontrollieren sie regelmäßig die Brut und beringen die Jungvögel.

Autor: Dieter Wulf

Redaktion: Chris Hulin

Letzte Rettung Kirchturm

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 23.09.2022 20:15 Min. Verfügbar bis 22.09.2023 WDR 5 Von Dieter Wulf


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