Langeweile – Vom Reiz der Untätigkeit

Mann sitzt verträumt in seiner Küche

Langeweile – Vom Reiz der Untätigkeit

Langeweile kann krank machen, sie kann aber auch Kräfte frei setzen. Aber kann bei der ständigen Berieselung heute überhaupt noch Langeweile aufkommen? Auf der Spur eines zwiespältigen Zustands.

Einfach mal nichts zu tun haben – Langeweile ist ein fester Bestandteil des Lebens. In Zeiten der Pandemie im Überfluss zu haben. Für manche erholsam, für für andere unerträglich. Manche Menschen brauchen die Leere, um zur Ruhe kommen zu können, andere wiederum halten es kaum aus, mal eine Zeit lang keine dringliche Aufgabe zu haben. Durch Internet und Handy ist die ständige Ablenkung heutzutage fast allgegenwärtig. Langeweile scheint schwerer und kürzer auszuhalten, weil immer und überall Ablenkung lockt.

Das Phänomen der Langeweile ist seit ein paar Jahren stärker ins Zentrum der Wissenschaft gerückt. Biologen und Neurowissenschaftlerinnen erforschen verstärkt, was im Gehirn passiert, wenn sich Menschen langweilen. Menschen können unter verstärktem Druck und innerem Stress stehen, wenn sie in ihrem Sein und in ihrer Tätigkeit keinen Sinn sehen. Menschen können aber auch im Nichtstun zur Ruhe kommen oder bei stupider Arbeit ihr Gehirn neu anregen und so wieder Kraft für kommende Aufgaben schöpfen. Manche Kunstwerke wären ohne eine Phase mit einem Mangel an Reizen nicht entstanden. WDR 5 Reporterin Andi Ueding hat sich auf die ganz und gar nicht langweilige Spur des Zustands der Langeweile begegeben.

Autorin: Andi Ueding

Redaktion: Jessica Eisermann

Langeweile - Vom Reiz der Untätigkeit

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 14.01.2022 21:54 Min. Verfügbar bis 13.01.2023 WDR 5 Von Andi Ueding


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