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Temeswar: Kulturhauptstadt im Wartestand

Eine Reihe bunter Häuser an einem belebten Platz

Temeswar: Kulturhauptstadt im Wartestand

Eigentlich sollte Temeswar europäische Kulturhauptstadt 2021 sein. Doch Corona hat auch dieses Fest durcheinander gebracht. Und so ist die Stadt in Rumänien die Schönheit im Wartestand. Anke Ulke hat Temeswar besucht.

Zum Tango tanzen nach Temeswar? Warum nicht? Sobald Corona vorbei ist, ganz bestimmt! Schließlich kann man beinahe auf der ganzen Welt Tango Argentino tanzen. Auch in Timișoara, so der rumänische Name der Stadt. Dort wird der argentinische Paartanz ebenso gepflegt und gefeiert. Timișoara liegt in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens, nahe der serbischen Grenze. Schon immer waren Stadt und Region von einer großen Vielfalt mit verschiedenen Sprachen und Religionen geprägt.

Auch Deutsche waren und sind seit Jahrhunderten vertreten. Außerdem war Temeswar der Ausgangpunkt der rumänischen Revolution von 1989. Diese ethnisch-vielfältige und historisch bedeutsame Vergangenheit und Gegenwart haben mit den Ausschlag gegeben dafür, dass Timișoara – auch "Klein-Wien" genannt – zur europäischen Kulturhauptstadt wird. Corona-bedingt nun erst im Jahr 2023 – aber eigentlich ist die Stadt ja immer eine Reise wert.

Autorin: Anke Ulke

Redaktion: Heiko Hillebrand

Temeswar: Kulturhauptstadt im Wartestand

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 13.01.2021 21:56 Min. Verfügbar bis 12.01.2022 WDR 5 Von Anke Ulke


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Temeswar: Vorfreude auf eine Kulturhauptstadt

Unsere Autorin Anke Ulke hat sich in Temeswar umgesehen – vor Corona war sie in der rumänischen Stadt an der Belga und hat nebenbei auch ein bisschen den Tango Argentino gefeiert, der hoffentlich bald wieder in voller Pracht zelebriert werden kann.

Eine schmale, belebte Gasse führt zu einer Kirche

Blick vom Freiheitsplatz auf die schmale Gasse Alba Iulia und die orthodoxe Kirche am Siegesplatz.

Blick vom Freiheitsplatz auf die schmale Gasse Alba Iulia und die orthodoxe Kirche am Siegesplatz.

Gästeführerin Alexandra Irimia informiert die interessierten Tangotänzerinnen und –tänzer über die Stadtgeschichte Temeswars.

Wunderschön renovierte Architektur am Einheitsplatz.

Überall ist Jugendstil in "Klein-Wien" zu entdecken, wie Temeswar auch genannt wird.

Andrea Lager-Tako ist eines der Gründungsmitglieder des Kulturvereins "Ambasada".

Maria Tirtea hat den Tango nach Temeswar gebracht und Anivertango – den alljährlichen Tangomarathon – gegründet.

Ovidiu Mihăiță, Chef des unabhängigen Aualeu-Theaters, am Getränkestand beim PLAI-Festival, dem bedeutenden Festival für Musik und Kultur in Temeswar.

Entspannungsmöglichkeiten beim PLAI-Festival - für die Erwachsenen am Abend…

…und für die Kleinen am Tage.

Die zerschossenen und zerschlissenen Flaggen der Revolution von 1989 im Revolutionsmuseum.

Dr. Traian Orban, Direktor des Revolutionsmuseums, mit einem jungen Wissenschaftler, der zur Geschichte der Revolution von '89 forscht.

Andrej Jecza, Ausstellungsmacher der Jecza-Gallerie, inmitten von Skulpturen seines Vaters Peter Jecza.

Am Ufer der Bega kann man spazieren gehen und radeln.

Hier entsteht das neue Ambasada Kulturzentrum im Stadtteil Fabric.

Ein gemütliches, kleines Restaurant in einem der zahlreichen Hinterhöfe in Temeswar.