Wenn ehemalige Opfer zu Helfern werden

Flüchtlinge auf Balkanroute in Sentilj/Slowenien

Wenn ehemalige Opfer zu Helfern werden

Über die sogenannte Balkanroute durch Mazedonien, Serbien, Slowenien und Bosnien-Herzegowina reisten 2015 viele Flüchtlinge. Ihre Ankunft dort führte für viele Bewohner zu einer erneuten Konfrontation mit den eigenen Kriegstraumata. 

Bilder von Menschen, die sich in der Hoffnung auf ein sicheres Leben zu Fuß auf den Weg machen, bestimmen die Nachrichtenbilder. Sie fliehen vor Krieg und Gewalt in ihrer Heimat. Ihr Fluchtweg führt sie durch eine Region, die vor gerade mal einer Generation selbst Schauplatz des blutigsten Krieges auf europäischem Boden seit dem zweiten Weltkrieg war.

Seit Schließung der Balkanroute schaffen es immer weniger Menschen von dort nach Nordeuropa und Deutschland zu kommen. Dafür sind inzwischen viele Flüchtlinge in den ehemaligen Transitländern gestrandet und versuchen nun hier ein lebenswürdiges Dasein aufzubauen.

Doch wie und unter welchen Voraussetzungen ist so etwas überhaupt möglich - in einer Region, die selbst noch massiv mit den eigenen Kriegstraumata zu schaffen hat? Und was macht die neue Flüchltingssituation mit den Helfenden vor Ort? Ein Netzwerk von internationalen Psychologen und Traumafachleuten geht genau dieser Frage nach.

Autor: Kai Adler


Redaktion: Gundi Große

Wenn ehemalige Opfer zu Helfern werden

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 05.02.2019 19:37 Min. Verfügbar bis 04.02.2020 WDR 5 Von Kai Adler

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