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Krebsanalyse per künstlicher Intelligenz

Ein Wissenschaftler hält einen Tumor zwischen Daumen und Zeigefinger und betrachtet ihn.

Krebsanalyse per künstlicher Intelligenz

Wie groß ist ein Tumor? Wie oft teilen sich die Tumorzellen? Quantitative Fragen wie diese können Computer viel schneller erfassen als Menschen. Immer richtig liegt die künstliche Intelligenz dabei allerdings nicht.

Wissenschaftler an der Technischen Universität Berlin haben deshalb für die Charité sogenannte Heatmaps entwickelt, als Kontrollmechanismus. In diesen Übersichtskarten werden Regionen in den Diagnosebildern rot markiert, die von der künstlichen Intelligenz als Krebszellen erkannt wurden.

"Dadurch wird zum ersten Mal sichtbar gemacht, welche Kriterien die Computer beim Maschinenlernen nutzen, um zu ihren Ergebnissen zu kommen", erläutert Professor Klaus Robert Müller. Der Informatiker leitet den Lehrstuhl für maschnielles Lernen an der TU Berlin und hat die Heatmaps mit entwickelt. "Wir können nicht einfach Technologien benutzen, ohne zu wissen, was genau da passiert." Denn in der Medizin hängen Leben davon ab.

Die Ärzte erkennen nun auf den ersten Blick, ob die Krebszellenanalyse des Computers richtig oder falsch ist. "Fehler zu korrigieren, geht aber deutlich schneller, als ganz ohne künstliche Intelligenz zu arbeiten", sagt Klauschen. 

Autorin: Jutta Schwengsbier

Redaktion: Heiko Hillebrand

Krebsanalyse per künstlicher Intelligenz

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 26.04.2019 20:57 Min. WDR 5 Von Jutta Schwengsbier

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