Die Angst der Weißen – Wahlen in den USA

Unterstützer von Donald Trump bei einer Wahlkampf-Veranstaltung am 1. November 2018

Die Angst der Weißen – Wahlen in den USA

"Build that Wall!" – Wer sind die Menschen, denen ein homogenes Amerika so wichtig ist, dass sie darüber andere Bedürfnisse zurückstellen? Soziologen beobachten in den USA das Phänomen der "White Anxiety", der "Angst der Weißen".

Am 6. November 2018 finden in den USA die Kongresswahlen statt. Sie markieren die Halbzeit zur nächsten Präsidentschaftswahl und gelten als Gradmesser für die Zufriedenheit der Wähler mit ihrem Präsidenten. – Dessen Kernzielgruppe ist die weiße Arbeiterschicht auf dem Land. Zwar kommen Trumps Unterstützer aus allen ökonomischen Schichten, erstaunlich ist aber die große Unterstützung für ihn aus der ärmeren Bevölkerung. Diese würde von einer demokratischen Regierung mehr profitieren, da die Demokraten stärker in das Sozialsystem investieren wollen.

Die Armen wählen also scheinbar gegen ihre eigenen Interessen. Was ist ihnen so wichtig, dass ihre persönliche finanzielle Situation eine untergeordnete Rolle spielt? Viele dieser Menschen, so haben soziologische Untersuchungen deutlich gezeigt, treffen ihre Entscheidungen auf der Basis von Angst, der "White Anxiety". Sie haben Angst vor der Globalisierung, Angst davor "eine Minderheit im eigenen Land" zu werden und Angst vor den aufstrebenden Schwarzen und Hispanics. Arthur Landwehr hat mit ihnen gesprochen.

Autor: Arthur Landwehr

Redaktion: Julia Lührs

Die Angst der Weißen – Kongresswahlen in den USA

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 05.11.2018 | 18:19 Min.

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