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Ein Lehrer unterrichtet in einem Klassenzimmer einer Realschule

Klassismus: Wenn Menschen benachteiligt werden

In der Schule, beim Arzt, bei der Wohnungssuche: Werden Menschen aufgrund ihrer Position in der Gesellschaft oder ihrer Herkunft diskriminiert, spricht man von Klassismus. Ein Phänomen, das strukturell in Deutschland verankert ist?

Auch wenn mittlerweile mehr Schüler:innen Abitur machen und studieren, sind Bildungserfolg und soziale Herkunft noch immer eng miteinander verknüpft. Wer in privilegierten Verhältnissen aufwächst, hat es leichter als etwa Kinder, deren Eltern arm sind oder nicht die Möglichkeiten haben, sie zu unterstützen.

Deshalb ist das Bildungssystem klassistisch, meint Autor*in Francis Seeck. Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund der Herkunft oder der Klassenposition, die nicht nur auf individueller Ebene problematisch sei, sondern auch auf struktureller, so Seeck. Und zwar nicht nur im Bildungssystem, sondern auch im Gesundheitswesen oder auf dem Wohnungsmarkt. Dort würden Menschen systematisch ausgeschlossen.

Aufstieg durch Bildung ist das Credo des Nikolaus-Groß-Weiterbildungskollegs in Essen. Hier holen rund 450 Studierende morgens oder abends ihren Schulabschluss nach oder machen das Abitur. Manche wollen danach studieren. Drei Vertreter:innen der Initiative Arbeiterkind.de erzählen, wie es ist, als erste in der Familie zu studieren.

Autorin: Nadja Bascheck

Redaktion: Valentina Dobrosavljević

Klassismus – wenn Menschen benachteiligt werden

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 17.01.2023 21:34 Min. Verfügbar bis 16.01.2024 WDR 5 Von Nadja Baschek


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