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Kalavrita – verwundetes Paradies

Kalavrita – verwundetes Paradies

Kalavrita liegt auf der Peloponnes, einer Halbinsel im Süden Griechenlands. Ein Mahnmal und eine stehen gebliebene Kirchturmuhr erinnern an eines der grausamsten Massaker auf dem Balkan im Zweiten Weltkrieg. Heute ist Kalavrita ein beliebtes Reiseziel.

Vor allem Tourist*innen fahren mit der Zahnradbahn "Odontotos" nach Kalavrita, von der Küste am Golf von Korinth in die verwunschene Hochebene. Auf dem Weg in die Berge fährt die Bahn durch eine atemberaubend schöne Landschaft, vorbei an Weinstöcken, kargen Felsen und Kirschbäumen.

Es ist kaum vorstellbar, dass hier eines der schwersten Kriegsverbrechen der Wehrmacht stattgefunden hat. 1943 massakrierten deutsche Soldaten die männliche Bevölkerung von Kalavrita und setzen die Stadt in Flammen. Das Kriegstrauma lebt noch heute in den Familien der Opfer weiter.

Mit dem Roman "Athos der Förster" der griechischen Schriftstellerin Maria Stefanopoulou, die das Massaker der Wehrmacht literarisch verarbeitet, hat Autorin Claudia Friedrich die Gedenkstätten von Kalavrita besucht und darüber hinaus eine blühende Stadt entdeckt, die nun von Wein, Honig und Tourismus lebt.

Autorin: Claudia Friedrich

Redaktion: Gundi Große

Kalavrita – verwundetes Paradies

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 11.12.2019 20:09 Min. Verfügbar bis 09.12.2020 WDR 5

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