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Jüdisches Leben in Zeiten von Trump

Straßenbild und Menschen in der 35. Straße in Manhattan, New York.

Jüdisches Leben in Zeiten von Trump

In New York leben weit über eine Million Juden, mehr als in irgendeiner anderen Stadt der Welt. Hat ihr Leben sich verändert, seit Donald Trump US-Präsident geworden ist? Andreas Boueke hat sich umgehört.

Seit über zweihundert Jahren gelten die USA als sicherer Hafen für Juden in der Diaspora. Viele sind vor Krieg und Verfolgung in Europa über den Atlantik geflohen. Dort trafen sie auf eine Gesellschaft, in der sie frei leben konnten. Lange Zeit über galt Antisemitismus in den USA als uneingeschränkt tabu. Heute nicht mehr. Die Präsidentschaft von Donald Trump hat die Atmosphäre im Land verändert. Insbesondere seit dem Massaker in Pittsburgh fragen sich immer mehr Juden, ob sie dort auch in Zukunft noch unbeschwert leben können.

Seit 2016 hat sich die Zahl antisemitischer Vorfälle, die an Schulen und Universitäten angezeigt werden, verdoppelt. Trotzdem macht es dem Juraprofessor Richard Chused Hoffnung, wenn er die aktuelle Situation mit den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg vergleicht: "Diesmal ist die Reaktion der jüdischen Bevölkerung eine andere. Die meisten sind bereit zu sagen: 'Ich bin jüdisch. Ich bin stolz darauf. So bin ich halt. Ihr müsst das akzeptieren.'"

Autor: Andreas Boueke

Redaktion: Gundi Große

Jüdisches Leben in Zeiten von Trump

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 06.03.2019 18:24 Min. WDR 5 Von Andreas Boueke

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