Jüdisches Leben in Deutschland 2018

Teilnehmer der Kundgebung "Steh auf! Nie wieder Judenhass!" des Zentralrats der Juden in Deutschland stehen am 14.09.2014 vor dem Brandenburger Tor in Berlin.

Jüdisches Leben in Deutschland 2018

Brennende Israel-Fahnen am Brandenburger Tor, Angriffe auf jüdische Restaurants in Berlin und Chemnitz, Mobbing an Schulen – die Nachrichten über antisemitische Pöbeleien und Gewalt in Deutschland reißen nicht ab.

Am 9. November jährt sich die nationalsozialistische Pogromnacht zum 80. Mal. "Bis zum November 1938 fand die Ausgrenzung und Diskriminierung der Juden auf formal 'korrektem Wege' durch Gesetze und Verordnungen statt", konstatierte kürzlich der Historiker und Antisemitismusforscher Wolfgang Benz.

Doch dann setzten organisierte Schlägertrupps jüdische Geschäfte und Synagogen in Brand. Am 9. November wurden tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet. Spätestens an diesem Tag konnte jeder in Deutschland sehen, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren.

Auch heute werden Menschen in Deutschland bedroht, wenn sie als Juden identifiziert werden – wenn sie beispielsweise eine Kippa in der Öffentlichkeit tragen. Wie fühlen sich Juden heute in Deutschland? Was verstehen sie unter Jüdischsein? Ingo Zander hat sich umgehört.

Autor: Ingo Zander

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Jüdisches Leben in Deutschland 2018

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 08.11.2018 | 21:07 Min.

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