Die Bedeutung der jüdischen Migration für die Comicbranche

Cover: Erste Ausgabe von "Superman" (1938)

Die Bedeutung der jüdischen Migration für die Comicbranche

Superman ist längst in der "Hall of Fame" der Superhelden gelandet. Erfunden haben ihn zwei jüdische Migranten in den USA, Joe Shuster und Jerry Siegel. Viele jüdische Comiczeichner kamen aus Ost-Europa nach Amerika, Heike Mund erzählt ihre Geschichten.

Superman wurde von Joe Shuster und Jerry Siegel erfunden. Verfilmt hat ihn ein weiterer jüdischer Migrant: Der US-Produzent Max Fleischer, er selbst war ein erfolgreicher Cartoonist. Max Fleischer und sein Bruder David kamen aus Polen, sie sind in Krakau geboren und als Kinder mit ihrer jüdischen Familie in die USA ausgewandert.

In den legendären Fleischer-Studios in New York entstanden schon Anfang der 1930er Jahre Trickfilme wie "Popeye" oder "Betty Boop" – zu einer Zeit, als auch der Walt Disney mit seinen "Mickey Mouse"-Filmen in den Markt einstieg.

Mit "Superman" setzten die Fleischer-Brüder einen filmhistorischen Meilenstein: Mit kurzen 10-minütigen Episoden hielten sie ihr Publikum ab 1941 über Monate bei der Stange – als Serie. Die erste Folge wurde im Jahr darauf in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm" sogar für einen Oscar nominiert. Heike Mund erzählt die Biografien der verschiedenen Comicautor:innen, die durch ihre Herkunft den Geschichten ganz neue Perspektiven geben konnten.

Autorin: Heike Mund

Redaktion: Gundi Große

Die Bedeutung der jüdischen Migration für die Comicbranche

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 13.01.2022 20:26 Min. Verfügbar bis 12.01.2023 WDR 5 Von Heike Mund


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