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JNU-Uni in Neu-Delhi – ein Spiegelbild Indiens

Protestplakate von Studenten der Jawaharlal Nehru University (JNU) stehen an einer Mauer

JNU-Uni in Neu-Delhi – ein Spiegelbild Indiens

In Indien finden Wahlen statt: 900 Millionen Menschen können ein neues Parlament wählen. Die renommierte Jawaharlal Nehru Uni (JNU) in Neu-Delhi ist ein Spiegelbild der indischen Gesellschaft, ihrer Ausgrenzungen und Konflikte.

Die größte Wahl der Welt erstreckt sich über mehrere Wochen. Eine logistische Meisterleistung in der größten Demokratie der Welt. Gewählt wird in sieben Phasen in jeweils unterschiedlichen Bundesstaaten bis zum 19. Mai 2019. Danach werden drei Tage lang die Stimmen ausgezählt.

Rund 1.700 Parteien sind bei dieser Wahl vertreten, aber zwei große Parteien stehen im Vordergrund: Die hindu-nationalistische Partei BJP, des amtierenden Premierminister Narendra Modi, die gerade an der Macht ist und die sozialdemokratische Partei Congress, die jahrzehntelang das Land regiert hat.

Im Süden Delhis liegt auf einer leichten Anhöhe der 400 Hektar große Campus der staatlichen Jawaharlal Nehru Universität (JNU). Im Vergleich zum Rest der Stadt ist sie nicht nur eine Oase der Ruhe, sondern sie ist auch schon immer ein Hort der Kritik gewesen. Ein Spiegelbild der Gesellschaft.

In ihren weitläufig verstreuten Hörsälen, Mensen, Studierendenwohnheimen und manchmal auch in den Häusern der Professoren und Angestellten finden Debatten statt, die das indische Establishment herausfordern. Der Campus ist übersät mit Plakaten gegen Krieg, Ausbeutung, die regierenden Hindunationalisten und multinationale Konzerne. Doch auch hier spürt man Veränderungen, eingeleitet vom Vizekanzler. Er wurde vom indischen Präsidenten eingesetzt und steht der Regierungspartei nahe.

Autor: Dominik Müller
Redaktion: Julia Lührs

JNU-Uni in Neu-Delhi - ein Spiegelbild Indiens

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 20.05.2019 21:45 Min. Verfügbar bis 16.05.2020 WDR 5 Von Gerd Klas

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