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Jagen auf Privatgrundstücken

Ein Jäger steht mit angelegtem Gewehr an einer Waldlichtung

Jagen auf Privatgrundstücken

Rehe, Hasen und Fasane im Garten beobachten. Das wollen viele Menschen, die auf dem Land leben. Die Idylle wird getrübt, wenn auf dem eigenen Grundstück plötzlich gejagd wird. Karin Lamsfuß über einen langen Streit zwischen Jägern und Bewohnern.

Für Karl-Heinz Loske war es ein Traum: Ein kleines, abgelegenes Haus auf gut zwei Hektar Land mit Streuobstwiesen, Teichen, einem kleinen Wäldchen. Ein stiller Rückzugsort für Tiere und Menschen. Was der Biologe nicht wusste: Mit dem Kauf des großen Grundstücks war er automatisch Zwangsmitglied einer Jagdgenossenschaft geworden, ohne dass er dem jemals aktiv zugestimmt hat.

Das heißt: Jäger durften sein Grundstück betreten und Tiere töten – so sieht es das Bundesjagdgesetz vor. Plötzlich durchkämmten Männer mit geladenen Waffen auf der Suche nach Fasanen seinen Garten. Karl-Heinz Loske musste es zulassen. Erst seit 2012 gibt es eine Möglichkeit, das eigene Grundstück befrieden zu lassen – aus ethischen Gründen. Auch im Garten von Karl-Heinz Loske darf nun nicht mehr gejagt werden. Der Streit über die Notwendigkeit der Jagd geht indes weiter.

Autorin: Karin Lamsfuß

Redaktion: Lioba Werrelmann

Jagen auf Privatgrundstücken

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 03.02.2021 21:47 Min. Verfügbar bis 02.02.2022 WDR 5 Von Karin Lamsfuß


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