Italiens Schuldenpolitik - Risiko für die EU?

 Palazzo Chigi, der Sitz des italienischen Ministerpräsidenten in Rom

Italiens Schuldenpolitik - Risiko für die EU?

Mehr als 2,3 Billionen Euro Schulden hat Italien angehäuft. Die EU-Kommission fordert von Rom eine klare Strategie für den Schuldenabbau – eine Herausforderung für Italiens Regierung, die im März neu gewählt wird.

Die drittgrößte Volkswirtschaft der europäischen Währungsunion leidet noch immer unter den Folgen mehrerer Bankenpleiten und kämpft gegen einen gigantischen Schuldenberg an. Die EU-Kommission ist sehr besorgt über diese anhaltend hohe Staatsverschuldung Italiens und vermisst bislang eine überzeugende Strategie der amtierenden Regierung für die Reduzierung dieser Schulden. Die enorme Schuldenlast drohe zu einer Gefahr für den gesamten Euro-Raum zu werden, warnt Brüssel in einem Schreiben an die Regierung in Rom. Wenn Italien in die Pleite schlittert, könnte das den Euro in den Abgrund ziehen.

Allein im Jahr 2016 musste Italiens Regierung knapp 66,5 Milliarden Euro an Zinsen zahlen. Viele fragen sich, wie lange kann das noch gut gehen - und wie ist es überhaupt zu diesem gewaltigen Schuldenberg gekommen? Kann Italien das Geld jemals zurückbezahlen? Die entscheidende Frage aber lautet: Wie lässt sich die drohende Katastrophe noch verhindern?

Jan-Christoph Kitzler ist tief eingetaucht in die oftmals unübersichtlichen italienischen Finanzen und beschreibt, warum am Ende alles nichts hilft - außer auf die Politik zu setzen.

Autor: Jan-Christoph Kitzler

Redaktion: Claudia Dammann

Italiens Schuldenpolitik - Risiko für die EU?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 10.01.2018 | 19:54 Min.

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