Intro and out - das Ende eines Musikmagazins

Schriftzug "Outro"

Intro and out - das Ende eines Musikmagazins

Mit der heutigen Ausgabe ist Aus für die "Intro" – ein werbefinanziertes Gratismagazin, das in Plattenläden, Bars oder beim Friseur auslag. Das war das Geschäftsmodell seit 1991. Und das ging nicht mehr auf.

Die "Intro" erschien in der Regel monatlich – ein Magazin für Popkultur und Lifestyle mit Verlagssitz in Köln. Die Themen bunt, viel Musik, aber auch Film, Mode, Gesellschaft, Literatur und Games. Das ist Intro nüchtern betrachtet. Für Chefredakteur Daniel Koch ist es natürlich mehr als das: "Intro war Haltung und Nerdwissen, enthielt Massen an Texten und geile Bilder mit mutigem Layout, Witz. Intro war eine Instanz im Popjournalismus."

Dennoch ereilt die Intro nun dasselbe Schicksal wie das Magazin Neon oder den Musiksender Viva – es wird eingestellt. Der Intro sei es nicht gelungen, die negative wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre zu kompensieren, begründet Chefredakteur Daniel Koch den Schritt. Die Anzeigen blieben aus, die Verluste waren auch nicht durch Digitalerlöse aufzufangen. Ein weiterer popkultureller Kompass weniger. Ab dem 31. Juli ist der Intro Verlag Geschichte, der Schwerpunkt der letzten Ausgabe, öhm ja, geht so in Richtung: Schöner Scheitern.

Autor: Ingo Zander

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Intro and out - das Ende eines Musikmagazins

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche | 26.06.2018 | 19:54 Min.

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