Gibt es eine Pflicht zur Hilfsbereitschaft?

Ein Einkaufsnetz mit Lebensmitteln hängt an der Türklinke einer Haustüre.

Gibt es eine Pflicht zur Hilfsbereitschaft?

Über fünf Milliarden Euro spenden die Deutschen im Jahr, jeder dritte arbeitet ehrenamtlich. Nicht mitgerechnet sind Gefälligkeiten unter Freunden, in der Nachbarschaft oder auf der Straße. Von Selbstlosigkeit und Selbsthilfe berichtet Karin Lamsfuß.

Hilfsbereitschaft und Kooperation liegen in der menschlichen Natur. Die Frage ist nur, warum? Ist der Mensch von Grund auf altruistisch? Keineswegs. Was auf den ersten Blick wie Hilfsbereitschaft aussieht, kann purer Eigennutz sein. Manche Menschen helfen nur, um etwas zurückzubekommen. Oder aus Kalkül: Sie hoffen auf Unterstützung vom Nächsten, falls es ihnen selbst einmal schlecht gehen sollte. Andere erwarten insgeheim, dass sie durch glanzvolle Taten eine gesellschaftliche Aufwertung erfahren.

Ob das niedere Motive sind oder letztlich nur das Ergebnis zählt, darüber streitet die Philosophie. Ohne Hilfsbereitschaft wäre es wohl schwierig, zusammenzuleben. Daher gilt sie bei manchen als Kitt, der menschliche Gemeinschaften zusammenhält. Denn alleine kann der Mensch wohl kaum existieren, gerade jetzt während der Pandemie. Über eine ambivalente menschliche Eigenschaft.

Autorin: Karin Lamsfuß

Redaktion: Lioba Werrelmann

Gibt es eine Pflicht zur Hilfsbereitschaft?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 02.09.2020 21:25 Min. Verfügbar bis 02.09.2021 WDR 5 Von Karin Lamsfuß


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