Hambi bleibt! – und dann?

Baumhaus im Hambacher Forst

Hambi bleibt! – und dann?

Der Streit um den Hambacher Forst ist weltweit zu einem Symbol für den Braunkohleausstieg geworden. Jahrelang lebten Umweltaktivisten in Baumhäusern, um den Wald zu retten – mit Erfolg. Doch der Frieden im Wald muss nicht von Dauer sein.

Die Waldbesetzer Noah und Momo lebten in einem Baumhaus im Hambacher Forst. In 20 Metern Höhe haben sie sich ein kleines Haus gebaut und besaßen nur das Nötigste. Geduscht haben sie unter einer Solardusche und gekocht in einer kleinen Küche. Die beiden Waldbesetzer waren und sind dem Energiekonzern RWE ein Dorn im Auge, denn der Wald soll für den Braunkohletagebau Hambach weichen. Mit mehreren Hundertschaften und Spezialeinheiten der Polizei wurde der Wald schließlich geräumt.

Doch in den Wochen der Räumung wuchs die Unterstützung für die Braunkohlegegner und RWE musste schließlich die geplante Rodung stoppen, nachdem das Oberverwaltungsgericht in Münster die Abholzung untersagt hatte. Der BUND und weitere Umweltorganisationen feierten schon ihren Erfolg. Doch trotzdem ist der Streit um den Hambacher Forst und die Zukunft der Kohleverstromung noch lange nicht gelöst.

Autor: Silvia Andler

Redaktion: Julia Lührs

Hambi bleibt! - und dann?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 12.10.2018 | 18:31 Min.

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