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Nie wieder Händeschütteln?

Händeschütteln

Nie wieder Händeschütteln?

Die Pandemie hat das Händeschütteln auf unbestimmte Zeit zum Erliegen gebracht. Woher der Brauch kommt, welche anderen Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale es gibt und wie wir wohl in Zukunft Hallo und Tschüss sagen. Von Ingo Zander

Das Coronavirus bestimmt und verändert auch das soziale Leben. Eines der sichtbarsten Zeichen dafür: das Händeschütteln ist out. Ob im Sport, in der Politik oder in geselligen Runden: Menschen tippen mit Fußspitzen aneinander und tippen die Ellenbogen an. Das Händeschütteln war lange Zeit ein klassisches Begrüßungs- und Verabschiedungsritual sowie Symbol für Abmachungen wirtschaftlicher oder politischer Natur. Der richtige Händedruck wurde auch als Visitenkarte für Kompetenz und Willenskraft gelesen werden. Bis zum Machtspiel hat es das Händeschütteln gebracht, erinnern Sie sich noch? Trump schüttelt wem wie lange die Hände und was hat das nun zu bedeuten?

Das Händeschütteln ist eine normalerweise sensomotorisch tief verinnerlichte Handlungsweise – selbst wenn Menschen sich vornehmen, aus hygienischen Gründen auf das Händeschütteln zu verzichten – werden sie sich immer wieder dabei erwischen, die Hand zu strecken. Wie gehen die Menschen mit dieser neuen Aufforderung aus Medizin und Politik an sie um, der alten Gewohnheit abzuschwören? Welche anderen Rituale sind schon lange etabliert und wie werden wir uns in Zukunft begrüßen und voneinander verabschieden?

Autor: Ingo Zander

Redaktion: Moritz Folk

Nie wieder Händeschütteln?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 14.07.2020 18:37 Min. Verfügbar bis 13.07.2021 WDR 5 Von Ingo Zander

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