Exploits: Digitale Waffen

Ein Passwort wird auf einem Laptop über die Tastatur eingegeben, im Hintergrund weitere Bildschirme.

Exploits: Digitale Waffen

Im Mai 2017 geschah der bisher weltweit größte Cyberangriff durch eine Schadsoftware namens Wannacry. Betroffen waren über 230.000 Computer in 150 Ländern der Erde. In die betroffenen Rechner eingeführt wurde WannaCry durch einen Exploit.

Exploits sind Programme, die durch Programmierfehler entstandene Schwachstellen in Softwares und IT-Systemen ausnutzen, um einen Angriff auf das System zu ermöglichen. Mit solchen Exploits können ganz normale PCs oder Smartphones angegriffen werden, aber auch Teile der kritischen Infrastruktur wie Wasser- oder Elektrizitätswerke oder Atomkraftwerke können zum Ziel werden. Neuerdings werden sogar Fernseher oder Autos in Geiselhaft genommen werden: Das Gerät verweigert den Dienst und auf dem Bildschirm erscheint ein Text mit einer Lösegeldforderung.

Doch wer nun denkt, es gäbe ein allgemeines Interesse, diese Sicherheitslücken sofort und vollständig zu schließen, der irrt: Denn mit diesen Exploits wird ein reger Handel getrieben und sehr viel Geld verdient. Neben den Schwarzen Hackern sind es vor allem die Nachrichtendienste und Strafverfolgungsbehörden, die sich an dem Handel intensiv beteiligen.

Autoren: Gabi Schlag und Benno Wenz

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Exploits: Digitale Waffen

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 06.11.2018 | 18:50 Min.

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