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Gestüt Röttgen – eine gemeinnützige Stiftung?

Das Kölner Gestüt Röttgen ist eines der größten Zuchtbetriebe für Galopprennpferde in Deutschland. Es wird betrieben von der Mehl-Mülhens-Stiftung. Eine Stiftung, deren Privilegien Fragen aufwerfen – die von Transparenz aber wenig hält. Autor: Matthias Holland-Letz

Die gemeinnützige Mehl-Mülhens-Stiftung, deren Gründung die "4711"-Erbin Maria Mehl-Mülhens veranlasst hatte, züchtet und trainiert Rennpferde im Kölner Stadtteil Rath-Heumar. Gleichzeitig ist sie Eigentümerin eines Anwesens, das mit Schloss Röttgen, Pferdeställen, Alleen, Wald und Weideland an den Sitz eines englischen Landedelmannes erinnert.

Was die Stiftung verdient – durch den Verkauf von Pferden, beim "Decken" von Zuchtstuten, durch Siegprämien und andere Geschäfte – muss sie nicht versteuern. Ein Privileg, das die meisten anderen Zuchtbetriebe nicht haben und Kritiker auf den Plan ruft: "Wo ist bei der Zucht von Rennpferden das Gemeinwohlinteresse?", fragt Rupert Graf Strachwitz, Stiftungsexperte aus Berlin.

Doch bei Fragen – die derzeit auch von einer weiteren "4711"-Erbin gestellt werden – hält sich die Stiftung bedeckt.

Autor: Matthias Holland-Letz

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic 

Gestüt Röttgen – eine gemeinnützige Stiftung?

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 26.05.2023 21:03 Min. Verfügbar bis 24.05.2024 WDR 5 Von Matthias Holland-Letz


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