Ein Schulweg voller Gefahren - alltägliche Gewalt in Guatemala

Wilsons gefährlicher Schulweg

Ein Schulweg voller Gefahren - alltägliche Gewalt in Guatemala

In vielen Armenvierteln der Welt bedeutet der Weg zur Schule ein hohes Risiko. Er ist gefährlich, weil der Alltag geprägt ist von Gewalt. Andreas Boueke hat den 15jährigen Wilson in Guatemala begleitet.

Gut gesichertes Schultor in Guatemala

Zur Jahrtausendwende gehörten die Bekämpfung extremer Armut und des Analphabetismus zu den zentralen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Seither können viele Länder deutliche Erfolge verzeichnen, aber in einigen stagniert die Entwicklung bis heute. In Lateinamerika gilt Guatemala als das Land mit den geringsten Entwicklungserfolgen. Sechzig Prozent der UN-Millenniums-Entwicklungsziele wurden nicht erreicht. Eines der gravierendsten Entwicklungshemmnisse ist die alltägliche Gewalt.

Guatemala-Stadt hat eine der höchsten Mordraten weltweit. Schulkinder in Armenvierteln sind besonders betroffen. Am Beispiel von Wilson, pfiffig und eloquent, zeigt der Autor Andreas Boueke, was das bedeutet. In dem Armenviertel La Comunidad erlebt der 15jährige immer wieder Gewalt. Vor einem Monat wurde seine Tante erschossen, direkt neben der Schule. Auch seine Lehrerin ist organisierten Banden zum Opfer gefallen, die Schutzgelder erpressen. Wie geht Wilson damit um? Weshalb geht er trotzdem jeden Tag seinen Schulweg?

Autor: Andreas Boueke

Redaktion: Gundi Große

Ein Schulweg voller Gefahren - alltägliche Gewalt in Guatemala

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 20.11.2017 | 17:27 Min.

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